Die Geschichte von Alberobello

Die Geschichte von Alberobello

Die Geschichte von Alberobello ist an eine Schenkungsurkunde und eine Pergamenthandschrift gebunden. Die Schenkung war die von Roberto Decerano an den Bischof von Monopoli, die Pergamenthandschrift aus dem Jahre 1272 wurde vom Historiker Domenico Morea in der Benediktinerabtei von Conversano gefunden. In beiden Urkunden geht es um eine bewaldete Gegend, die « Sylva aut nemur arboris belli » (Wald oder Baum des Krieges).
Während des Mittealters gehörte dieser Wald zu der Gemeinde Martina Franca.
Im Jahre 1418 ernannte der König von Neapel, Ferdinand von Aragon, Andrea Matteo Acquaviva aus dem Hause Acquaviva di Conversano zum Grafen dieses Besitztums, um dessen Familie für die Verluste im Krieg gegen die Türken zu entschädigen.
Die Grafen von Conversano  erlaubten es vielen Bauern, ihr Land zu besiedeln und dort Häuser zu errichten, unter einer einzigen Bedingung: Sie mussten der „Regel“ treu bleiben, und durften keinerlei Kalk beim Bau der Gebäude verwenden.
Die Grafen dachten, dass sie mit diesem Trick die Bauern leicht wieder von ihrem Land verjagen und deren Häuser leicht zerstören zu können. Schon bald hatten die ersten Siedlern das Bedürfnis einer kleinen Kirche, und so wurde 1609 die erste Kapelle der heutigen Kirche von Alberobello erbaut.
Obwohl Graf Gian Girolamo II von Acquaviva, „der Schielende Apulier“, ein besonders rauher und böser Mensch war, ist es ihm zu verdanken, dass viele Bauern in diese Gegend zogen und hier ihre Häuser bauten.
Im Jahre 1635 ließ er hier eine Bäckerei, eine Mühle, eine Metzgerei und ein Wirtshaus erbauen. Für sich selbst ließ der Graf eine Villa errichten, mit einem Zugang zur Kirche, die den heiligen Ärzten Cosmas und Damian, die er sehr verehrte, geweiht war. So nannte er sogar seinen ersten Sohn Cosmas.
Der Herzog vom Martina Franca fühlte sich 1644 durch das Heranwachsen des neuen Dorfes gestört und bezichtigte den Grafen von Conversano, die „Regel“ nicht beachtet zu haben, da er zuließ, dass sich das Dorf ohne die Erlaubnis des Königs ausbreitete.
Da er Angst vor dem königlichen Inspektor hatte, ließ der Graf über Nacht alle Häuser abreißen und verteilte die Steine auf dem Land verteilten. Die Bewohner schickte er weg.
Der Inspektor merkte nichts von dem Betrug, aber kaum war er weg, bauten die Bewohner ihre Häuschen wieder auf, ganz ohne Kalk.
Wegen seiner Schandtaten wurde der Graf 1648 unter Philipp IV verhaftet und nach Madrid gebracht. Erst 1655 wurde er wieder freigelassen und starb am 14 März desselben Jahres. Im gleichen Jahr wurde sein Sohn Cosmas vom Herzog von Martina Franca, Petrarcone V, umgebracht.
Im Laufe der Jahre vergrößerte sich das Dorf im Wald, aber den Bewohnern ging es dadurch nicht besser. Sie hatten zwar einige Privilegien, konnten sich aber nicht gegen den Grafen durchsetzen, der die volle Macht über sie besaß und diese häufig missbrauchte.
Im Jahre 1797 kam der König von Neapel, Ferdinand IV, nach Apulien, um der Hochzeit seines Sohnes, Karl I von Kalabrien beizuwohnen. Sieben Bewohner des Walddorfes trafen sich im Geheimen mit ihm und baten um  bessere Lebensbedingungen für die dreitausendfünfhundert wehrlosen Untertanen. Der König erhörte ihre Bitte und unterschrieb ein Dekret, durch das das Dorf zur königlichen Stadt befördert wurde. Dieses Dekret setzte allen Qualen und Ungerechtigkeiten, die die Dorfbewohner über sich hatten ergehen lassen müssen ein Ende.
Die Freude der Dorfbewohner war groß, im ersten Moment wollten sie die Stadt zu Ehren des Königs Ferdinand "Ferdinandina" nennen. Dann entschieden sie sich jedoch für Alberello, nach dem alten Namen "Sylva aut nemus arboris belli".
Auf dem Wappen der Stadt befindet sich eine Eiche (typisch für den Wald), unter der ein Ritter mit Lanze und ein Löwe einen Kampf liefern. Der Ritter und der Löwe stehen für Freiheit und Feudalismus. Im oberen Bereich werden zwei Tauben dargestellt: Der Frieden und die Liebe.

Die Trulli

Woher kommt denn der Begriff  “Trullo”? Vielleicht vom Lateinischen turris, trulla oder vom Griechischen Tholos oder gar vom Byzantinisch-Griechischem  torullosa. All diese Begriffe bezeichnen eine "Cupola",  einen primitiven zylinderförmigen Bau mit einem Kegel als Dach. 
Das einzige Baumaterial der Trulli ist Stein. Es werden weder Zement noch Holz verwendet. Diese komplexe Bauweise beruht auf einer ausgekügelten Statik.
Innerhalb des Trullo gibt es Nischen, die genauso tief sind, wie die Wände breit sind. Man benutzt sie als Schrank (sie sind in mehrere Fächer unterteilt) oder auch als Schlafgelegenheit.
Der Grundriss  ist meistens viereckig, in der Stadt oft auch rechteckig. Boden und Dach sind mit den gleiche Steinen belegt,die 7 cm groß sind und "Chiancarelle" genannt werden.
Im Inneren befinden sich Rundbögen.
Auf den "Chianche", am Äusseren gibt es oft mit Kalk gemalte christliche oder heidnische Symbole, die jedoch im Laufe der Jahre fast verschwunden sind und an Wert und Bedeutung verloren haben.

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