Essen und Trinken auf Ischia

Kaninchen auf Ischitanische Art

Seit der Kolonisierung durch die Spanier war Ischia geradezu von einer Kaninchenplage heimgesucht.
Im 15. Jahrhundert jagte man die Vierbeiner aus Vergüngen und aus Bedürfnis und deshalb können die Einheimischen so manches über Kaninchen erzählen. Ischia ist eine Insel der Landwirtschaft, der Bauern und der Jäger, und so ist das berühmteste Gericht der grünen Insel das Kaninchen auf Ischitanische Art, nach alter Tadition zubereitet. Ganz Italien und die Welt beneidet uns darum.
Traditionell ist die entschlossene und gleichzeitig delikate Kombination des Kaninchenfleischs mit der „Piperna“, einem wilden Thymian, der auf der Insel wild wächst und dem Gericht seinen intensiven Geschmack verleiht.
Zum Kaninchen auf Ischitanische Art wird guter Weißwein gereicht, am besten ein Biancolella aus bodenständigen Trauben. Die Zubereitung in der Terracottaschüssel geht auf verschiedene lokale Traditionen zurück, die von Gemeinde zu Gemeinde und von Familie zu Familie verschieden sind. 

 

Der Rucolino

Der Rucolino ist ein Magenbitter aus Ischia, der in der ganzen Welt bekannt ist, gerne wird er den eigenen Gästen aufgetischt, vielleicht auch um vom letzten Urlaub auf Ischia zu erzählen.
Die Rucola (auf Deutsch auch Rauke genannt) ist eine Pflanze, die auf Ischia wild wächst und sich glorreich auf jedem Fleckchen Erde ausbreitet, mit gelben Blüten und bitterem, scharfem Geschmack. Beim Kauen verspürt man eine immer würziger und intensiver werdende Geschmacksnote. Dieser einzigartige und herzhafte Geschmack eignet sich vorzüglich gibt auch dem Rucolino seine charakteristische Note.
Der Rucolino wird von mehreren lokalen Herstellern produziert, ist aber auch einfach zu Hause zuzubereiten. Die Besonderheit dieses Likörs besteht in der Rucolaessenz, die er enthält. Gewöhnlicherweise sind entschiedene Geschmäcke nicht bei allen beliebt und dennoch hat der Rucolino einen außergewöhnlichen Erfolg gehabt, der auf seinen Haupteigenschaften beruht: er ist optimal für die Verdauung und enthält den Geschmack unserer Erde.

 

Das Zingara-Brötchen

Es wird erzählt, daß zwei Brüder im Jahr 1977 in Ischia Ponte, am Fuß der Aragonesenburg, berauscht vom Duft des frischen Brotes, der aus der Bäckerei Boccia kam, eine außergewöhnliche Idee hatten: das typisch ischitanische Brötchen erfinden. So entstand „La Zingara“, was auf Deutsch übersetzt „Die Zigeunerin“ bedeutet.
Die Hauptzutaten des Originalrezepts des Restaurants „La Virgola“ sind zwei Scheiben einfaches Weißbrot aus dem Holzofen, Mayonnaise, Rohschinken, Fior di Latte (italienischer Frischkäse, der Mozarella ähnlich) und Salattomaten. Später kam dann auch noch ein Blatt Salat dazu, und heute ist diese Version am meisten verbreitet.
Das Zingara-Brötchen ist immer mehr auch außerhalb Ischias zu finden, aber das Original gibt es nur hier, besonders in der Region Kampanien, wo die besondere Brotsorte, die zur Herstellung des Zingara-Brötchens benötigt wird, nicht vom Tisch wegzudenken ist. Ein wichtiges Detail ist die Zubereitung in der Grillpfanne, die das Brot krokant und etwas bitter macht, ohne es dabei anbrennen zu lassen.

 

Die entschlackende Melisse

Die Melisse ist eine aromatische Heilpflanze, die sich hervorragend für entschlackende Aufgüsse und Getränke eignet. Auf Ischia wächst sie an schattigen Plätzen. Sie kann wegen ihrer rauhen und kantigen Blätter mit der Brennessel verwechselt werden. Der aufmerksame Beobachter unterscheidet sie dank der Größe der Blätter (die klein sind) und den Geruch nach Zitronen.
Die Pflanze wird 40 bis 100 cm groß und hat eine tausendjährige Geschichte und wird heute gerne mit Zitrone oder Pfefferminze kombiniert. Ein schmackhaftes, sommerliches und wohltuendes Getränk, das bei der Kombination dieser drei Zutaten entsteht. Es ist durstlöschend und wirklich entschlackend, seine Wirkung ist sehr schnell spürbar.

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